RouterBOOT

Manual:RouterBOOT

RouterBOOT ist für das starten von RouterOS auf RouterBOARD Geräten verantwortlich.

Inhalt

  • 1 Main und Backup Loaders
  • 2 RouterBOARD Reset Button
  • 3 Konfiguration
  • 4 Einfaches Upgrade
    • 4.1 RouterBOOT Version prüfen
  • 5 Xmodem Methode

1 Main und Backup Loaders

Standardmäßig wird der main loader für den Start genutzt, RouterBOARD Geräte verfügen jedoch auch noch über einen zweiten (als Backup) Bootloader, welcher genutzt wird, wenn der main loader nicht funktioniert. Es ist möglich, den Backup Loader über Konfigurationseinstellungen im RouterOS aufzurufen:

system routerboard settings set force-backup-booter=yes

es ist außerdem möglich, den Backup Booter zu nutzen, wenn man das Gerät mit dem gedrückten RESET Button hochfährt. Manchmal erhält RouterBOOT Firmware Upgrades (siehe Changelog). Es ist außerdem möglich, den main RouterBOOT upzugraden. Im Falles eines Fehlers kann man den Backup Booter für den Start des Geräts nutzen und den main loader downgraden. Für Upgrade Instruktionen folgt man der separaten Anleitung in Manual:Bootloader upgrade

2 RouterBOARD Reset Button

Der RouterBOOT Reset Button verfügt über drei Funktionen:

  • Hält man diesen während der Bootzeit gedrückt, bis die LED Lichter anfangen zu blinken und lässt den Button dann los, wird die RouterOS Konfiguration gelöscht (total 5 Sekunden)
  • Hält man ihn weitere 5 Sekunden, bis die LED Lichter normal leuchten und lässt den Button dann los, wird der CAP Modus aktiviert (total 10 Sekunden)
  • Wieder weitere 5 Sekunden gedrückt, bis die LEDs ausgehen und man den Button dann loslässt, wird das RouterBOARD nach einem Netinstall Server suchen (insgesamt also 15 Sekunden)

Hinweis: Wenn man den Button drückt, bevor man das Gerät an eine Stromquelle anschließt, wir zusätzlich zu allem oben genannten der Backup RouterBOOT genutzt. Um die oben genannten Schritte ohne den Backup Loader durchzuführen, drückt man den Button nachdem das Gerät mit einer Stromquelle verbunden wurde.

3 Konfiguration

Für RouterBOARD Geräte die über die Funktion eines seriellen Konsolen Konnektor verfügen, ist es möglich, Zugriff auf das RouterBOOT loader Konfigurations-Menü zu erhalten. Das benötigte Kabel wird im Serial console Manual beschrieben. RouterBOARD serieller Port ist konfiguriert auf  115200bit/s, 8 data bits, 1 stop bit, no parity. Es wird empfohlen, den Hardware flow control zu deaktivieren.

Dieses Beispiel zeigt das Menü, welches auf RouterBOOT 3.19 verfügbar:

RouterBOOT booter 3.19

CCR1009-8G-1S-1S+

CPU frequency: 1200 MHz
  Memory size: 2048 MiB
    NAND size: 128 MiB
    NAND partitions: 2

Press any key within 2 seconds to enter setup

RouterBOOT-3.19
What do you want to configure?
   d - boot delay
   k - boot key
   s - serial console
   n - silent boot
   o - boot device
   f - cpu frequency
   r - reset booter configuration
   e - format nand
   w - repartition nand
   y - active partition
   g - upgrade firmware
   i - board info
   p - boot protocol
   b - booter options
   t - do memory testing

Die Optionen sind selbsterklärend.

letter description explanation
d boot delay Verzögert den Start von RouterOS um Interfaces die Initialisierung zu erlauben
k boot key Der Button, welcher das Konfigurations-Menü öffnet
s serial console Setzt die Baud-Rate des seriellen Ports
n silent boot Unterdrückt jede Ausgabe auf dem seriellen Port, für den Fall, das daran ein Gerät verbunden ist (wie z.B. ein GPS Gerät oder Temperatur Monitor)
o boot device Erlaubt die Aktivierung von Netinstall booting
f cpu frequency Erlaubt die Anpassung von CPU/Memory Frequenzen
r reset booter configuration Setzt die Einstellungen in diesem Menü zurück.Warnung, hier erfolgt keine Bestätigung!
e format nand Zerstört alle Daten auf dem NAND, inklusive der RouterOS Konfigurations/Lizenz
w repartition nand Für mehr Infos sollte man das Manual:Partitions zu Rate ziehen
y active partition Auswahl der aktiven Partition von welcher versucht werden soll, RouterOS zu laden
g upgrade firmware Erlaubt das Upgrade der RouterBOOT Version über das Netzwerk oder das XModem Protokoll
i board info
p boot protocol
b booter options Auswahl welcher Bootloader standardmäßig genutzt werden soll
t do memory testing Sehr einfaches Speicher-Test-Tool

Drückt man das passende Tastatur-Zeichen gibt einem eine Liste mit weiteren Optionen aus, welche unten ersichtlich sind:

# d - boot delay:

Select boot delay:
   1 - 1s
 * 2 - 2s
   3 - 3s
   4 - 4s
   5 - 5s
   6 - 6s
   7 - 7s
   8 - 8s
   9 - 9s

# k - boot key:

Select key which will enter setup on boot:
 * 1 - any key
   2 - <Delete> key only

# s - serial console:

Select baud rate for serial console:
 * 1 - 115200
   2 - 57600
   3 - 38400
   4 - 19200
   5 - 9600
   6 - 4800
   7 - 2400
   8 - 1200
   9 - off

# n - silent boot:

Silent boot:
   0 - off
 * 1 - on

# o - boot device:

Select boot device:
   e - boot over Ethernet
 * n - boot from NAND, if fail then Ethernet
   1 - boot Ethernet once, then NAND
   o - boot from NAND only
   b - boot chosen device
   f - boot Flash Configure Mode
   3 - boot Flash Configure Mode once, then NAND


# f - cpu frequency:

Select CPU frequency:
   a -  200MHz
   b -  400MHz
   c -  600MHz
   d -  800MHz
   e - 1000MHz
 * f - 1200MHz

# r - reset booter configuration:

# e - format nand:

Do you realy want to format your storage device?
that would result in losing all your data
type "yes" to confirm: 

# w - repartition nand:

Select parititon count:
   1 - partition
 * 2 - partitions
   3 - partitions
   4 - partitions

# y - active partition:

Select active partiton:
 * 0 - partition
   1 - partition

# g - upgrade firmware:

Upgrade firmware options:
   e - upgrade firmware over ethernet
   s - upgrade firmware over serial port

# i - board info:

Board Info:

        Board type: CCR1009-8G-1S-1S+
     Serial number: 48FF01DDE6FD
  Firmware version: 3.19
     CPU frequency: 1200 MHz
       Memory size: 2048 MiB
         NAND size: 128 MiB
        Build time: 2014-09-23 15:02:34
  eth1 MAC address: 00:0C:42:00:BE:4A
  eth2 MAC address: 00:0C:42:00:BE:4B
  eth3 MAC address: 00:0C:42:00:BE:4C
  eth4 MAC address: 00:0C:42:00:BE:4D
  eth5 MAC address: 00:0C:42:00:BE:4E
  eth6 MAC address: 00:0C:42:00:BE:4F
  eth7 MAC address: 00:0C:42:00:BE:50
  eth8 MAC address: 00:0C:42:00:BE:51
  eth9 MAC address: 00:0C:42:00:BE:52
 eth10 MAC address: 00:0C:42:00:BE:53

# p - boot protocol:

Choose which boot protocol to use:
 * 1 - bootp protocol
   2 - dhcp protocol

# b - booter options:

Select which booter you want to load:
 * 1 - load regular booter
   2 - force backup-booter loading

#t - do memory testing:

launches built in memory test!

# x - exit setup:

Exit bios configuration menu and continues with system startup.

4 Einfaches Upgrade

RouterBOOT kann von RouterOS aus wie folgt upgegraded werden:

  • Indem man das folgende Kommando ausführt /system routerboard upgrade
  • Neustart des Routers, damit das Upgrade angewendet wird (/system reboot)

Hinweis: Wenn man eine andere Version installieren möchte, die nicht in der „routerboard.npk“ inkludiert ist, uploadet man die aktuellste RouterBOOT Firmware auf den FTP des Routers. Die aktuellste Firmware ist auf routerboard.com verfügbar. Danach folgt man den oben genannten Schritten.

4.1 RouterBOOT Version prüfen

Dieses Kommando zeigt die aktuelle RouterBOOT Version des eigenen Geräts und das verfügbare Upgrade, welches entweder in der routerboard.npk enthalten ist oder man eine zum Gerät passende FWF Datei geuploadet hat:

[admin@MikroTik] > system routerboard print 
       routerboard: yes
             model: "750"
     serial-number: "1FC201DD513B"
  current-firmware: "2.18"
  upgrade-firmware: "2.20"
[admin@MikroTik] > 

In diesem Fall sieht man, dass in der aktuellen RouterOS Version eine neuere Version der Bootloader Firmware verfügbar ist.

Hinweis: Der Downgrade ist genauso möglich, wenn man eine ältere *.FWF Datei uploaded.

5 Xmodem Methode

Wenn es keine IP Verbindung auf das RouterBOARD gibt, kann man den seriellen Konsolen XMODEM Transfer nutzen, um eine FWF Datei auf den Router zu senden, während eine Verbindung via serieller Konsole besteht. Aus dem Bootloader Menü heraus ist es möglich, mit dieser Methode ein Upgrade der Firmware durchzuführen. Diese Methode ist die letzte Möglichkeit eine Verbindung herzustelle und man sollte diese nur nutzen, wenn die zwei vorigen Methoden nichtmehr verfügbar sind.

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